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Ska auf beeindruckender Entdeckungstour durch Neu Olvenstedt

"Das ist ja eine faszinierende städtebauliche Siedlung" stellte Ska nach den ersten Minuten Rundgang durch Neu Olvenstedt überrascht fest. Denn was die Bewohner und Stadtteilmanager Stefan Köder mitzuteilen hatten, waren nicht nur viele Informationen über die Enstehungsgeschichte Neu Olvenstedts, sondern auch viele interessante Details der städtebaulichen Besonderheiten.  Als eines von Magdeburgs jüngsten "Neubauvierteln" zeigte sich dort nach 1990 der Wegzug der Menschen besonders stark. Deshalb blieb seither das große Thema der Siedlung der "geordnete Rückbau" wie die Stadtplaner den Abriss freundlich nennen. 

 
Im Rahmen des EU Projektes "RE - BLOCK" kamen deshalb regelmäßig VertreterInnen aus 10 verschiedenen europäischen Städte mit vergleichbaren Vierteln zusammen und berieten wie aus ehemaligen Großraumsiedlungen grüne, lebendige und soziale Nachbarschaften entstehen können. Deshalb wurde unter Mitarbeit von engagierten Bewohnern Neu - Olvenstedts, Stadtplanern der Stadt Magdeburg und Projketleiter Stefan Köder einer Lokaler Aktionsplan ( LAP) entworfen der beschreibt wie es zuküfntig in Neu - Olvenstedt aussehen kann. Ein großes Ziel darin ist das nachhaltige Aufwerten des Wohnumfeldes im Einklang mit landschaftsplanerischen Aspekten. Dabei versuchen z.B. Künstler wie Bruno Groth zu retten, was einst den besonderen Reiz der Außenfassaden der Neu - Olvenstädter Häuser ausmachte: eine besondere Baukeramik mit der kleine Kunstwerke an vielen Blöcken aufgebracht wurden. 

 

Im Anschluss daran gab es sehr anregende Gespräche in der "Mühle", dem Jugendclub des Spielwagen e.V. Die Leiterin Liane Kanther fand ein passendes Bild für dessen Platz in der Neu Olvenstedter Kultur: " Eine Einrichtung wie diese ist so wichtig wie die Kirche im Dorf!" Sie erklärte dass der Treff sowohl für Kinder und Jugendliche, als aber auch für Familien und ältere Menschen ein wichtiger Ort sei. Aus diesem Grunde waren sich die TeilnehmerInnen der Gesprächsrunde einig, sei die "Mühle" auch eine riesen Chance ein spezieller Zugang für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien zu sein. Denn mit dem geplanten Zuzug von Flüchtligsfamilien steht Neu - Olvenstedt bald die nächste Herausforderung ins Haus. Ska fuhr nach diesen anregenden Gesprächen optimistisch nach Brüssel zurück. "Was hier geleistet wird, ist beeindruckend und ich hoffe sehr, dass es die Bürgerinitiative und alle anderen BürgerInnen schaffen weiter die Chancen zu nutzen die sie in ihrem Wohngebiet haben. Die Flüchtlinge die vor Krieg und Vertreibung fliehen und hochtraumatisiert nach Deutschland kommen, wissen nicht wo sie landen werden. Es wäre doch toll, wenn sich Neu - Olvenstedt mit den "Neuen" zusammen raufte und so die erwünschte soziale Nachbarschaft entstünde die sich alle wünschen."


Mehr Infos zu diesem Projekt gibt es auf facebook https://www.facebook.com/ReBlockProject und regelmäßig auch 
Über die Fortschritte berichtet immer wieder aktuell das Fernsehmagazin Olven TV, dass auch von Skas Besuch berichtet hat. http://www.ok-magdeburg.de/sendung/2014-12-08-olven-tv/

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