Beziehung EU-Türkei: Die EU muss Erdogans Prestigeprojekte ausbremsen

22.11.2016

Am Donnerstag stimmt das Europäische Parlament über eine Resolution zu den Beziehungen zur Türkei ab. Die Mehrheit der Abgeordneten wird eine Aussetzung der Beitrittsverhandlungen fordern. Die Grünen/EFA-Fraktion hält es gleichzeitig für wichtig, den Dialog mit der Türkei aufrecht zu erhalten.

Ska als stellvertretende Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion und Mitglied der Türkei-Delegation, fügt hinzu:

"Die EU muss Erdogan klar machen, dass er nicht schalten und walten kann, wie er will, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Eine Menschenrechtsverletzung jagt die andere; immer mehr Journalisten werden ins Gefängnis geworfen und immer mehr Oppositionelle – vor allem von der kurdischen Partei HDP - werden mundtot gemacht.

Wir müssen vor allem Erdogans Prestigeprojekte ausbremsen – allen voran die Zollunion mit der Europäischen Union. Es darf keine Erweiterung der Zollunion geben, solange Erdogan nicht auf den Pfad der Demokratie und des Rechtsstaats zurück kehrt. Außerdem müssen die EU-Mitgliedsstaaten aufhören, im Rahmen des EU-Türkei-Deals, Flüchtlinge in die Türkei zurück zu schicken.

Eine Visaliberalisierung für türkische Staatsbürger kann es erst geben, wenn die türkische Regierung alle Bedingungen dafür erfüllt."

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