EU-Afrika-Gipfel: Humanität und Armutsbekämpfung statt Abschottung

28.11.2017

Vor dem EU-Afrika-Gipfel in Abidjan fordert die Grüne/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament eine Neuausrichtung der europäischen Afrikapolitik. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA, Ska Keller, erläutert:  

“Die Europäische Union muss den EU-Afrika-Gipfel für eine Neuausrichtung ihrer Afrikapolitik nutzen. Vor allem in der Migrationspolitik brauchen wir einen neuen Ansatz. Es ist falsch, die Migrationsverhinderung zum Kern unsere Partnerschaft mit afrikanischen Ländern zu machen. Die EU macht sich an schwersten Menschenrechtsverletzungen mitschuldig, wenn sie trotz der Berichte über Sklavenmärkte und Folter am Deal mit Libyen festhält. Humanität, nicht Abschottung ist das Gebot der Stunde. Die europäischen Staats- und Regierungschefs sollten sich ein Beispiel an Länder wie Uganda nehmen, die zahlreichen Flüchtlingen Schutz beten statt sich abzuschotten.

“Europa braucht eine Afrikapolitik, die afrikanische Länder als echte Partner sieht. Dazu gehört, sich mit Fluchtursachen auseinander zu setzen statt von afrikanischen Ländern zu erwarten, dass sie Europas Türsteher spielen.“

Hier gibt es weitere Infos zur Rolle und Finanzierung lybischer Milizen bei der Grenzabschottung.

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