Ska zu Gast beim KV Koblenz: Nach dem Brexit - Quo vadis EU?

03.11.2016

Auf Einladung des bündnisgrünen Kreisverbands Koblenz hat Ska im Koblenzer Dreikönigshaus gemeinsam mit zahlreichen Gästen zu dieser brennenden und aktuellen Frage diskutiert. Neben der grundsätzlichen Frage, wohin es mit der Europäischen Union gehen wird, bestimmte der "Brexit" die Debatte. Da Ska direkt von der Herbstklausur der schottischen Grünen kam, konnte sie brühwarm von vor Ort berichten.
Zum "leave"-Beschluss der Briten konnte Ska Einsichten aus dem EU-Parlament, aus Gesprächen mit britischen und anderen Europäischen Politikern aber auch aus Erfahrungen in Großbritannien erzählen: Rationale Gründe haben keine große Rolle bei dieser Wahl gespielt sondern unterschiedliche Emotionen, wie zum Beispiel ein gefühlter Kontrollverlust." Für das weitere Vorgehen in der Europäischen Union und in den Europäischen Institutionen im Besonderen ist jedoch Geduld gefragt: "Jetzt muss man abwarten, welche Form des Ausstiegs die britische Regierung wählt, ob sie ein weiches Modell so wie Norwegen bevorzugt oder das harte, den kompletten Ausstieg.“
Der stellvertretende Regierungssprecher in Nordrhein-Westfalen und ehemalige Europasprecher der rheinland-pfälzischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Nils Wiechmann hat als Moderator der Veranstaltung ergänzen können: "Durch den Wahlkampf ist der Rassismus in Großbritannien stark aufgeflammt und Angriffe gegen Ausländer haben in England stark zugenommen.“
Letztlich haben die Ergebnisse der Diskussionsrunde deutlich gemacht, dass zwar Unsicherheit nach dem Brexit-Votum existiert. Deutlich wurde aber vor allem, dass die Grünen klar und deutlich pro-europäisch aufgestellt sind und aus unserer Sicht zu dem Projekt "Europäische Union" keine Alternative besteht!

 

 

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