Zentrale Anlaufstelle in Halberstadt: Der Versuch mit der Überforderung menschlich umzugehen

09.04.2015

Beim Betreten des Geländes bestätigen sich zunächst alle Vorurteile die man über Zentrale Aufnahmestellen hat: weit ab vom Ortskern Halberstadts gelegen und mit hohem Zaun abgesteckt stehen riesige Neubauwohnblocks mit ihrer Tristesse in der Landschaft. Um auf das Gelände zu gelangen, passiert man zunächst ein Drehkreuz an einem Wärterhäuschen. Wie sich herausstellt, bestätigt sich dieser Eindruck auch in der Stimmung der Menschen die dort zwischenzeitlich unterkommen müssen. Die Gespräche zwischen Ska, dem grünen Landtagsabgeordneten Sören Herbst und dem Leiter der ZAST in Halberstadt, Herrn Eckhardt Stein geben jedoch Hoffnung. Er berichtet von den Verschönerungs - und Baumaßnahmen die er dem Land immer wieder abringt. Davon wie er als einer seiner ersten Amtshandlungen als neuer Leiter einen kleinen Kinderspielplatz und ein Kinderzimmer errichten ließ. Auch das Engagement der Mitarbeiter und von Bürgerinnen und Bürgern aus Halberstadt sei sehr hilfreich. Trotzdem sei er im Moment gezwungen viel Asylbewerber schnell wieder aus dem Heim in die Landkreise zu verteilen, da wöchentlich viele neue Flüchtlinge kämen und das Gelände an seine Grenzen stoße. Politisch folgt für Ska da eine logische Forderung: " Der Ansatz hier in Halberstadt ist im Rahmen dessen was an Ressourcen verfügbar ist, schon recht gut, auch wenn ich prinzipiell ein ganz anderes System bevorzugen würde.  Aber wir brauchen hier dringend eine zweite ZAST mit einem entsprechend daran angebundenen zweiten BAMF ( Außenstelle des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) damit die Asylanträge schneller bearbeitet werden und die Menschen in einer ordentlichen dezentralen Wohnung erst einmal zur Ruhe kommen können"

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