Deutsche Grüne gratulieren: von Słubice geht ein Signal aus

13.05.2020

Auf Einladung von TOMASZ ANIŚKO, Abgeordneter im Sejm der Republik Polen und Mitglied der polnischen Schwesterpartei von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Partia Zieloni, haben die beiden bündnisgrünen Landtagsabgeordneten SAHRA DAMUS und HEINER KLEMP die Eröffnung des neuen Wahlkreisbüros des polnischen Abgeordneten in Słubice besucht. Begleitet wurden sie von einer Delegation der bündnisgrünen Bundes- und Landespartei, die einen Gruß aus Brüssel überbrachte.

„Mit der Eröffnung des Büros eines grünen Sejm-Abgeordneten hat unsere Schwesterpartei Partia Zieloni deutlich gemacht, wie wichtig diese Grenzregion nicht nur für Deutschland ist. Mit diesem Büro wird die grüne Struktur in unserer Doppelstadt Frankfurt-Słubice noch weiter gestärkt und die Präsenz von Landtag und Bundestag, repräsentiert durch Annalena Baerbock, um die polnische Seite vervollständigt.“ macht die Frankfurter Landtagsabgeordnete SAHRA DAMUS deutlich.

 

„Polen und Brandenburg sind längst untrennbar verbunden. Menschen von beiden Seiten der Grenze leben, arbeiten, kaufen ein und verbringen Ihre Freizeit in beiden Ländern. Was für die Menschen normal ist, muss auch für die Politik eine Selbstverständlichkeit werden. Mit dem Büro von Tomasz Aniśko wird es für uns Bündnisgrüne in Brandenburg nun viel einfacher, gemeinsame Initiativen und Projekte zu starten und Visionen für unsere Grenzregion zu entwerfen.“ unterstreicht HEINER KLEMP, europapolitischer Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion Brandenburg.

 

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament SKA KELLER sendet mit Ihrem Grußwort aus Brüssel nach Słubice klare Unterstützung: „Mit der Eröffnung seines Wahlkreisbüros sendet Tomasz Aniśko ein starkes Signal aus: die brandenburgisch-polnische Grenzregion ist für Grüne in beiden Länder extrem wichtig. Denn hier passiert Europapolitik jeden Tag. Für diesen Schritt kann ich ihm nur gratulieren.“ Mit Verweis auf die jüngsten grünen Wahlerfolge zur Europawahl in ganz Europa, in Brandenburg sowie Thüringen und zuletzt in Polen sagt KELLER: „Mit der Eröffnung des Büros in Słubice werden diese grünen Erfolge nun auch für die Menschen vor Ort deutlich sichtbar.“ Dabei macht die Brandenburger Europaabgeordnete KELLER auch deutlich: „Als Europaabgeordnete gehört unsere gemeinsame Grenzregion natürlich auch zu meinem Arbeitsgebiet. Und ich freue mich darauf, gemeinsam mit Tomasz Aniśko für die Menschen auch auf der polnischen Seite da zu sein und für eine lebenswerte Zukunft zu streiten.“

 

TOMASZ ANIŚKO macht anlässlich der Büroeröffnung deutlich: „Die Wahlen im vergangenen Oktober markierten einen Wendepunkt für die Grünen in Polen. Es war das erste Mal, dass die Grüne Partei (Partia Zieloni) Sitze im polnischen Parlament Sejm gewann. Als einer der drei Abgeordneten der Grünen, die in den Sejm gewählt wurden, vertrete ich die Woiwodschaft Lubuskie. Unser kleiner, aber bedeutender Erfolg spiegelt allmähliche, aber stetige Veränderungen der öffentlichen Meinung in Polen in Bezug auf die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Neuzeit sowie die zunehmende Unterstützung der grünen Politik wider.“ Der polnische Sejm-Abgeordnete TOMASZ ANIŚKO freut sich dabei ausdrücklich über die Unterstützung aus Brandenburg und Berlin.: „Die Eröffnung des Abgeordnetenbüros in Słubice an der Grenze zu Deutschland ist ein symbolischer Ausdruck der Vision der Grünen für ein grünes Europa, in dem Probleme, mit denen wir jetzt und in Zukunft konfrontiert sind, durch eine stärkere Integration, Zusammenarbeit und Solidarität aller EU-Staaten und ihrer Bürger gelöst werden. Zusammen mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind wir Mitglieder der Europäischen Grünen Partei und teilen dieselben Werte und Prinzipien, auf denen unsere politischen Programme basieren. Ich hoffe, dass die günstige Nähe zu den Büros von Annalena Baerbock und Sarah Damus auf der anderen Seite der Oder in Frankfurt (Oder) nur dazu beitragen wird, die Zusammenarbeit zwischen den Grünen in unseren Ländern noch enger zu gestalten.“

 

Als erster gemeinsames Projekt haben die Brandenburger Landtags- und Europaabgeordneten mit dem polnischen Parlamentarier eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Ausbau der Oder vereinbart. Dazu werden die Abgeordneten gemeinsam bei einem Vor-Ort-Termin am 16.05.2020 die aktuelle Situation kennenlernen und gemeinsame Schritte verabreden.

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