„Afghanistan – Sicheres Herkunftsland?" Ska im Gespräch mit Erik Marquardt und Rolf Stahmann in Potsdam

05.05.2017

In den letzten Monaten wurde viel über die Situation in Afghanistan diskutiert. "Kann man Menschen dorthin abschieben?", fragten sich viele. Für die Bundesregierung scheint die Lage klar zu sein: Afghanistan ist sicher genug. Doch vor Ort waren nur die wenigsten Menschen. Erik Marquardt ist oft auf die Fluchtroute über den Balkan gereist und hat dort als Fotograf die Situation eindrücklich festgehalten. Anfang 2017 war er in Afghanistan und hat dort die Sicherheitslage und die Situation der Geflüchteten dokumentiert. In seinem Fotovortrag schildert er Eindrücke, Erlebnisse und Probleme in Afghanistan und auf der Fluchtroute.

Auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung hat Ska über die aktuelle europäische Flüchtlingspolitik, über die Herausforderungen und Diskussionen zum Zugang für Flüchtlinge nach Europa, den Umgang mit den bereits hier lebenden Flüchtlingen und über die drohende Abschiebungen von vielen Flüchtlingen aus ganz Europa gesprochen. Rolf Stahmann, Anwalt für Asylrecht und Vertreter afghanischer Geflüchteter die durch die Neuregelung zu sicheren Herkunftsstaaten von einer Abschiebung nach Afghanistan betroffen sind, konnte die rechtlichen Rahmenbedingungen für die betroffenen Flüchtlinge detailliert erläutern.

Eins wurde an diesem Abend deutlich: Afghanistan ist keinesfalls ein sicheres Herkunftsland und jede einzelne Abschiebung in diese hochgefährliche Region ist zynisch und menschenverachtend.

 

 

zurück