Weltkarte der Fluchtursachen:

18.03.2018

Am vergangenen Wochenende jährte sich zum zweiten Mal der EU-Türkei-Deal. Er ist das Eingeständnis der Bundesregierung und der anderen Staats- und Regierungschef*innen der Europäischen Union, dass sie nicht die Ursachen von Krieg und Verfolgung bekämpfen wollen, sondern die Flüchtlinge selbst. Der Türkei-Deal  vermindert die in Europa sichtbaren Symptome, aber er ändert nichts an den Ursachen von Flucht.

Aber anstatt Flüchtlinge zu bekämpfen, müssen wir konsequent die Ursachen von Flucht und unfreiwilliger Migration angehen. Fluchtursachen bekämpfen bedeutet für uns, die Bedingungen zu schaffen, die es Menschen ermöglicht, in ihrem Land zu bleiben, weil sie es wollen. Fluchtursachenbekämpfung richtet sich nicht gegen Flüchtlinge, sondern verfolgt eine Politik, die niemanden dazu zwingt zu fliehen. 
Um zu veranschaulichen, warum Menschen in die Flucht getrieben werden, gibt es jetzt von mir die Weltkarte der Fluchtursachen. Hier wird anhand der Beispiele Krieg, Klimawandel, Menschenrechte, Ungleichheit und Armut veranschaulicht, warum Menschen fliehen müssen. Gleichzeitig zeigt die Karte auch, wo wir anpacken müssen und was verändert werden muss, damit niemand mehr fliehen muss.

Alle Landesgeschäftsstellen und Landtagsfraktionen bekommen in den kommenden Wochen unsere Weltkarte der Fluchtursachen zugeschickt. Aber die Karte kann auch von Bildungseinrichtungen, politischen Gruppen, Jugendzentren, Vereinen und allen, die sie für ihre politische Bildungsarbeit nutzen wollen, per E-Mail bestellt werden. Wendet euch dazu einfach an mein Büro unter ska.keller@ep.europa.eu. Ich freue mich wenn ihr mithilfe dieser Karte die Debatte über Fluchtursachen in die Gesellschaft tragt!

 

Die Karte gibt es auch als pdf zum Selbstausdrucken hier.

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