Cambridge Analytica- Facebook braucht radikalen Kurswechsel!

18.04.2018

Der Skandal um die Datenweitergabe durch Facebook an das Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica stand im Europäischen Parlament zur Debatte. Auf Initiative der Grünen/EFA-Fraktion soll sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor dem Europäischen Parlament erklären. Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung sieht bei Rechtsverstößen wie der Weitergabe persönlicher Daten an Dritte ohne vorherige Zustimmung Strafen in Höhe von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes vor. Das neue EU-Gesetz wird ab dem 25. Mai EU-weit angewendet.

Für Ska Keller und Jan Philipp Albrecht, ist das Erscheinen des Facebook-Chefs vor dem Europäischen Parlament eine Frage der Glaubwürdigkeit:

„Europäer sind nicht Facebook-Nutzer zweiter Klasse. Wir haben durchgesetzt, dass der Facebook-Chef in das Europäische Parlament vorgeladen wird. Wenn Facebook einen Funken Glaubwürdigkeit behalten soll, muss sich Mark Zuckerberg den Fragen der Abgeordneten stellen.“

„Facebook braucht beim Umgang mit Daten und Rechten von Nutzern einen radikalen Kurswechsel, wenn Mark Zuckerberg und Co. das verloren gegangene Vertrauen zurückgewinnen wollen. Vage Ankündigungen, Entschuldigungen und Anzeigekampagnen reichen nicht aus. Dank der Datenschutz-Grundverordnung drohen Konzernen wie Facebook ab dem 25. Mai empfindliche Strafen, wenn sich Rechtsbrüche wie bei Cambridge Analytica fortsetzen oder gar wiederholen. Auch große Internetunternehmen werden dann erkennen, dass sie sich an die Regeln des EU-Markts halten und den Datenschutz achten müssen. Für einen fairen digitalen Wettbewerb brauchen wir neue Gesetze für die Kommunikation zwischen Diensten wie WhatsApp und Threema. außerdem muss transparent sein, wer hinter Werbeanzeigen auf Facebook steckt.“

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